Imker

Es muss ungefähr Ende Januar 2017 gewesen sein, als mir meine Frau Nadine in der Nähe des Botanischen Gartens in Bochum ein Plakat mit der einfachen Frage „Lust auf eigenen Honig?“ zeigte…

Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir bereits seit ein paar Wochen Gedanken, ob ich nicht mit der Bienenhaltung anfangen sollte (damals noch in dem naiven Glauben, die Honigbienenhaltung und Insektenschutz seien irgendwie das Gleiche).

Also war schnell klar, dass ich Mitte Februar an dem auf dem Plakat beworbenen Ganztagsschnupperkurs von Pia Aumeier teilnehmen würde.
Etwas Besseres hätte mir zum Einstieg in mein verantwortungsvolles neues Hobby nicht passieren können!
Innerhalb von 6 Stunden erklärte Pia den etwa 100(!) interessierten Kursteilnehmer*innen gefühlt jedes Detail der Bienenhaltung – mein Kopf rauchte zwei Tage danach immer noch.

Das Konzept, die „Kunst des Imkerns“ in einem zehnteiligen Kurs über den Zeitraum eines halben Jahres zu lernen und parallel dazu praktisch an Bienenvölkern zu üben und mit den ersten eigenen Ablegervölkern „klein“ zu starten, begeisterte mich!
Auch heute kann ich jedem Neuling dazu raten, sich nicht einfach mal eben Bienen zu kaufen und mittels „Try and Error“ zu sehen, was passiert, sondern sich wirklich fundiertes Grundlagenwissen anzueignen, bevor man durch dumme Fehler zehntausende Bienen eines Volkes „aus Versehen“ tötet. Unwissenheit ist keine Entschuldigung!

Ich schreibe und schreibe, aber Hey, es ist meine Seite 😏!

Meine beiden ersten Ablegervölker holte ich mir im Juni und sie entwickelten sich unter (oder trotz) meiner imkerlichen Bemühungen prächtig.
Leider überlebte nur eines den ersten Winter, dennoch konnten wir schon im Mai 2018 unseren ersten eigenen Honig ernten.

Die „Imkerszunft“ ist schon ein lustiges Völkchen – ich kenne keine Wissenschaft, die auf derart viele verschiedene Wege mehr oder weniger erfolgreich ans Ziel führt!
Dennoch bevorzuge ich wissenschaftlich fundierte Informationsquellen und bleibe Pia-Aumeier-Fan, weil sie ihre Empfehlungen stets mit statistisch belastbaren Zahlen belegen kann.
Hier und da die Tipps anderer Imker auszuprobieren, wenn sie mir sinnvoll begründet erscheinen, finde ich aber dennoch sehr spannend.

Mein gesunder Menschenverstand weigert sich jedoch, die Vielzahl der unterschiedlichsten Bienenhaltungsformen verstehen und akzeptieren zu wollen.
Meine Bienen müssen sich in ihren Beuten wohl fühlen, mit relativ wenig Aufwand (für Mensch und Tier) gepflegt werden können und sie sollten möglichst friedfertig sein.
Ob ich durch den einen oder anderen Trick in der Bienenhaltungsbetriebsweise das eine oder andere Kilo Honig mehr aus meinen Mädels heraushole, ist mir völlig schnuppe!

Das Imkern soll mir Spaß machen und meine Bienen gesund erhalten ❤️!

Ich bin übrigens Mitglied im Imkerverein Langerfeld 1916 e.V. und habe dort andere nette Imker und Imkerinnen kennen gelernt.
Schreib‘ mir einfach, wenn Du auch darüber nachdenkst, Bienen zu pflegen!



Umfangreiche Informationen rund um die Bienenhaltung findest Du in Pias Dropbox und auf Pias YouTube-Kanal.

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